An der Straßenkreuzung zum Anlauftal (Richtung Kärnten) und nach Sportgastein findet sich die historische Montansiedlung Altböckstein - einmaliges Industriedenkmal.

Die Siedlung wurde 1741 errichtet, als der Höhepunkt des Gasteiner Goldrausches schon längst vorüber war. Anlaß war die gleichzeitige Aufgabe der älteren Bergwerksanlagen und Wohnhäuser der "alten Pöck", die ursprünglich 15 min. taleinwärts Richtung Naßfeld lagen, aber 1741 durch eine Lawine und 1746 durch starke Regenfälle zerstört wurden.

Der neue Ort wurde Böckstein genannt und entstand durch Ankauf eines Weidebodens in der sog. "Hinter- oder Minder-böckstein".

Das älteste Haus war das Verweserhaus (1741/42), der heutige Pfarrhof. 1766 entstand die Wallfahrtskirche "Maria vom guten Rat".

Seit 1980 wird die gesamte Anlage restauriert und ein Museum (seit 1979) informiert über die Geschichte des Ortes und des Bergbaues.

Die Montansiedlung Altböckstein stellt ein einzigartiges Ensemble an verschiedenen Gebäuden, bestehend aus unterschiedlichen Betriebsstätten der Aufbereitungsanlage, welche dem Produktionsablauf entsprechend aneinandergereiht sind, sowie Verwaltungs-, Wohn- und Stallgebäude dar.

 

Der gesamte Komplex präsentiert sich baulich nur gering- fügig verändert und ist daher aus denkmalpflegerischer, betriebswirtschaftlicher wie sozialgeschichtlicher Sicht von größter Bedeutung.

Die Geschlossenheit des Ensemles und die rekonstruierte, und funktionsfähige Aufbereitungsanlage machen Altböckstein zum einzigartigen montanhistorischen, industriearchäologischen Denkmal.

Im Salzstadlmuseum wird der Gold- und Silberbergbau im Gasteinertal thematisiert. Im Säumerstall-Museum befindet sich ein funktionierender Nachbau einer Erzaufbereitungs-anlage mit Pochen, Goldmühle und Stoßherd.

Montanmuseum
Goldwaschen